dog24_2kb.gif (24802 Byte)

Die Dackel-Presse 
Inhalt: (Zum Lesen einfach die Titel anklicken)

Dackel fährt alleine S-Bahn (FR)
Wurst mit Charakter (FAZ)
Whiskey statt Waldi: Wenn coole Dackel Gassi gehen (FNP)
Trendhund Dackel (FÜR SIE)
Dackel rennen durch den Wald (FNP)
Dackel in Feierlaune - Der Wursthund ist wieder da (FNP)
Fein gemacht (Kultur-SPIEGEL)

Wider des Dackels Dickkopf (FNP)
Sitz!  Platz!  Fuß! (Welt Kompakt)
Grausam: Keiner will den Dackelszmtag (Rhein-Main Extra Tipp)
Der Dackel stirbt aus (Frau von Heute)
Die Deutschen und der Dackel
(FAZ)
Toter Dackel soll GEZ-Gebühren zahlen (FNP)
Dackel stellen sich zur Schau (FNP)
Tauchender Dackel (AP)

Schlauer als gedacht (Welt Kompakt)
Wesen und Eigenschaften des Dackels (Boulevard No.3)
Mehr Dackel braucht das Land (FNP)
Dackelblicke - Sommerfest 2009 (FR)
Dackel zeigen ihre Schokoladenseite (FNP)
Dackel stellen sich zur Schau (FNP)
Wo Dackel ihr Abitur machen können (FNP)
Welpen und Wahnsinn (Journal Frankfurt)
Der Dackelversteher (Journal Frankfurt)
Weniger Würste auf Beinen (FR)
Rettet den Deutschen Dackel (Hamburger Abendblatt)
Bellender Philosoph (FAZ)
Vom Dackel der Schwiegermutter entmannt (Bild)


wpeC.jpg (3440 Byte)

7.3.2012
Dackel fährt alleine S-Bahn

Ein Hundebetreuungsdienst geht am Mittwoch mit einem Dackel Gassi - da hat "Pepper" die Schnauze voll, reißt sich los und nimmt die nächste S-Bahn zum Hauptbahnhof. Dort verliert er im Wirrwarr der Gänge aber schnell seine Kaltschnäuzigkeit.

wpeA.jpg (2431 Byte)Vielleicht wollte er ja einfach nur nach Hause: Ein Dackel fährt am Mittwoch auf eigene Faust mit der S-Bahn in Frankfurt.
Foto: dpa

Ein Dackelmischling hat sich in Frankfurt beim Gassigehen losgerissen und ist zwei Stationen mit der S-Bahn gefahren. „Pepper“ hatte sich am frühen Mittwochmorgen beim Spaziergang mit einem Hundebetreuungsdienst abgesetzt, wie die Polizei mitteilte. Der etwa dreijährige Hund sei vermutlich zur nächsten S-Bahn-Station gelaufen und dort in einen Zug gesprungen. Nachdem „Pepper“ am Hauptbahnhof wieder ausgestiegen war, muss er sich in den vielen Auf- und Abgängen verlaufen haben, mutmaßte die Polizei in ihrer Mitteilung. Der Hund wurde schließlich von einer Streife der Bundespolizei aufgegriffen und ins Tierheim gebracht, wo ihn seine Besitzerin am Nachmittag abholte. (dpa)

Zum Inhaltsverzeichnis


FAZ.jpg (11634 Byte)
3. März 2012


zum besseren Lesen hier als Word-Datei aufrufen

FAZ3-3-12.jpg (173193 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (3904 Byte)

14.1.2012

Whiskey statt Waldi: Wenn coole Dackel Gassi gehen

Von Johanna Uchtmann, dpa

Mainz/Bonn. Sie tragen Röhrenjeans und asymmetrische Kurzhaarschnitte, geben ihrem Hund Namen aus amerikanischen Vorabendserien der Neunziger und sehen ihren Vierbeiner als Accessoire: Hundehalter von heute.
Vorbei die Zeiten, in denen Dackelherrchen einen Cordhut trugen und sich im Zuchtverein organisierten. Für den Hundehalter von heute hat der Dackel den gleichen Status wie die Hornbrille oder der ganz, ganz schmale Schlips: Vintage, Retro, so out, dass er schon wieder in ist. Besonders deutlich lässt sich der langsame Wandel der Szene an den Hundenamen ablesen: Wer an seine Leine heute noch einen Waldi, Hasso oder Bello kettet, outet sich als von gestern. Die klassischen Vokabeln nutzt inzwischen fast niemand mehr, wie die Magisterarbeit einer Studentin am Deutschen Institut der Universität in Mainz ergab.

Lieber rufen die Deutschen beim Gassigehen nach alkoholischen Getränken: Die Befragung von 1000 deutschen Hundehaltern habe ergeben, dass viele Hunde Jim Beam, Asti oder Brandy heißen, sagt Damaris Nübling. Die Namenkundlerin hat die Magisterarbeit der Studentin betreut. Noch beliebter seien Menschennamen: Ben oder Benny sowie Sam oder Sammy führen das Ranking an. Besonders interessant findet die Wissenschaftlerin, dass auch Lilly und Max zu den Favoriten zählen - die spielen auch bei Kindernamen ganz vorne mit.

"Damit ist der Hund gewissermaßen von der Hundehütte ins menschliche Bett gekommen", sagt Nübling. Die Ursache für die Alkoholmarken-Affinität mancher Halter vermuten die Germanisten in deren Eindeutigkeit. "Indem Hundehalter sagen, welchen edlen Alkohol sie trinken, können sie sich sozial einordnen." Mit Hundenamen wie London oder Paris weise der Halter möglicherweise auf seinen weiten Horizont hin.

Aber auch der Cordhut-Dackelfreund ist noch nicht ganz verschwunden. Viele der kleinen Wursthunde schlafen noch immer neben Eiche-rustikal-Schrankwänden. Nur liegen mittlerweile wahrscheinlich genauso viele von ihnen in minimalistisch eingerichteten Großstadt-Lofts - Hundehalter lassen sich nicht mehr kategorisieren. "Die Motive, aus denen Menschen Hunde halten, sind einfach immer vielfältiger geworden", sagt die Psychologin Silke Wechsung, die an der Universität Bonn ein Forschungsprojekt zur Mensch-Hund-Beziehung geleitet hat.

Das Motiv "Freude am Züchten" gibt es noch immer. "Es gibt noch die klassischen alten Schäferhund-Liebhaber." Allerdings sind laut Wechsung in den vergangenen Jahrzehnten viele weitere Motive dazugekommen. "Vom Mode-Accessoire bis zur Waffe - Hunde erfüllen die unterschiedlichsten Funktionen", sagt die Psychologin.

Wer trendy sein will, wählt als treuen Begleiter derzeit die Klassiker: "Alte Hunderassen werden neu entdeckt. Der Dackel zum Beispiel hat lange Zeit keine Rolle gespielt, kommt jetzt aber wieder", sagt Wechsung. Der Vierbeiner kann sogar die Funktion eines protzigen Sportwagens erfüllen: "Wer sein Image aufbessern will, macht das manchmal mit einem teuer und edel aussehenden Rassehund."

Zum Inhaltsverzeichnis


FÜR SIE
27.September 2011
fuer Sie.jpg (493966 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (3904 Byte)
21. Juli 2011

Dackel rennen durch den Wald

Schwanheim. Immer mehr kommen auf den Hund, und zwar auf den kleinen mit dem großen Herzen: Am Samstag, 13. August, beginnt um 13 Uhr das Sommerfest der Frankfurter Gruppe des Deutschen Teckelklubs 1888 an der Stöppelschneise im Schwanheimer Wald. Es wird eine Zuchtschau und ein amüsantes Dackelrennen geben. Ein reichhaltiges Kuchenbüfett und anderes für das leibliche Wohl warten auf die Besucher. Angeboten werden neben Hundezubehör und -futter auch Grafik, Malerei und Kunsthandwerk. Die Stöppelschneise ist über die Schwanheimer Bahnstraße zu erreichen. hv (hv)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (3904 Byte)
17. JULI 2011

Dackel in Feierlaune - der Wursthund ist wieder da

Wurstdackel.jpg (7977 Byte) München. Sein treuer Blick lässt Herzen schmelzen: Der Dackel scheint wieder voll im Trend zu liegen. Ein stadtgewandter, frecher Hund mit ausdrucksstarker Mimik und aristokratisch fein geschwungener Schnauze, dabei handlich und notfalls per Hundetasche mitzunehmen.

Der Zeitgeist hat den Dackel - auch Teckel oder Dachshund genannt - wiederentdeckt, Vereine berichten über neuen Zulauf. Zur ersten Dackelparty des Dackelclubs München kamen am Samstag rund 50 Vierbeiner samt Herrchen und Frauchen. Die Belustigungen auf dem Freigelände des Tierheims im Stadtteil Riem reichten vom Buddelwettbewerb über einen Wurstwettlauf bis zur Gummientenjagd. Nicht bei allen Wettkämpfen waren die Krummbeiner freilich voll bei der Sache - mancher hob lieber das Bein am nächsten Strauch, anstatt möglichst schnell ein Leckerli aus dem Sand zu buddeln.

Auch die an einer Schnur aufgereihten Mini-Würste waren weniger wichtig als das am Ziel wartende Frauchen, und die gelben Gummienten im künstlichen Miniteich interessierten noch weniger als die ebenfalls gelben Tennisbälle.

Auch Nina von Amalienburg - eine der Reinrassigen bei der Hunde-Fete - wendet sich gelangweilt ab, wenn es um Leckerli im Sandhaufen geht. Bei einem Maulwurf wäre sie hingegen nicht zu halten gewesen, schließlich ist sie ein Jagdhund, weiß Herrchen Erhard Reuther. Nächste Woche will er mit ihr nach Usedom. "Da muss sie mal richtig schwimmen lernen." Der Dackel, soviel ist klar, ist ungeheuer vielseitig: Früher wurde er vielfach als Begleiter am Stammtisch dargestellt - heute begleitet er die Herrschaften problemlos im edlen Restaurant oder beim Empfang.

Die neue Begeisterung für den "sausage dog" sei aus den USA herübergeschwappt, glaubt die Autorin der gerade erschienenen Dackel-Mini-Kulturgeschichte "Tierisch Kult. Dackel", Christine Paxmann. Auch in Italien ist der Dackel beliebt. "Er ist der ideale urbane Hund. Er ist gesellschaftsfähig, man kann ihn auch auf Vernissagen mitnehmen. Und er hat eine verträgliche Größe, die auch in einen Fahrradkorb passt."

Schon früher erkannten Künstler und Prominente die Vorzüge des Dackels. Picasso nahm seinen Dackel - ein Privileg! - mit ins Atelier, Andy Warhol widmete seinen Dackeln Archie und Amos Bilderzyklen, wie Paxmann schreibt. Wilhelm II. hatte seinen Erdmann und der Wittelsbacher Prinz Wolfgang von Bayern bekam Kunibert von seinem Vater: Der Dackel hat bei den Wittelsbachern Tradition, Prinz Rasso von Bayern züchtet seit Jahrzehnten Kurzhaartigerdackel.

Nach einem Boom in den 70er Jahren, befördert durch das Münchner Olympiamaskottchen Waldi, flaute das Interesse an dem Wursthund auf Stummelbeinen ab. Besonders in München fürchteten Dackelfreunde um den Bestand, gehört der Dackel doch zu München wie Bier, Brezn und Oktoberfest.

Traditionalisten und gemeine Dackelfreunde schlugen Alarm. München hatte nicht einmal einen eigenen Dackelclub - ein unhaltbarer Zustand, fand die Vorsitzende des Dackelclubs München, Henrike Haarstick. Die Studentin hatte vor einem Jahr den Club zum Erhalt von Kultur und Tradition rund um den Dackel mitgegründet. Fast zeitgleich entstand die Sektion München des Bayerischen Dachshundklubs, der sich den Erhalt der Dackelrassen auf die Fahnen geschrieben hat und angesichts sinkender Verkaufszahlen eine Kampagne für die Traditionsrasse startete.

Inzwischen können sich die Züchter vor Anfragen kaum retten, wie Klaus Eisler, 2. Vorsitzende des Bayerischen Dachshundklubs, berichtet. "Die Nachfrage nach Dackelwelpen hat im Jahr 2010 und auch in der ersten Hälfte dieses laufenden Jahres derart zugenommen, dass nicht alle Anfragen von Dackelliebhabern bedient werden konnten beziehungsweise können."

Er ist also wieder da, der Dackel, genau wie die Plateauschuhe und die Schlaghose. Sie hoffe nur, dass nicht alle Hundeanfänger sich einen Dackel anschaffen, sagt Dackelkennerin Paxmann. Denn die Erziehung des frechen Krummbeiners ist zwar nicht unmöglich, aber nicht einfach. "Er ist wahnsinnig individuell. Er hat einen zu eigenen Kopf und zu viele eigene Ideen."

 

Zum Inhaltsverzeichnis


neu-18.jpg (35100 Byte)

neu-10.jpg (116897 Byte)
neu-11.jpg (36623 Byte)
neu-12.jpg (66089 Byte)
neu-13.jpg (69717 Byte)
neu-14.jpg (195274 Byte)

neu-15.jpg (53647 Byte)
neu-16.jpg (113840 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (3904 Byte)
5.6.2011

Wider des Dackels Dickkopf

Schwanheim. Der Dackelklub an der Schwanheimer Stöppelschneise will Herrchen und Frauchen im Umgang mit ihren Tieren helfen. Für Samstag, 7. Mai, lädt der Verein zum Gruppentag auf sein Gelände. Um 16 Uhr gibt es zum Beginn der "Dackelschule" Informationen zum Thema "Hört nicht – gibt’s nicht". Wer an einem Begleithunde-Kurs interessiert ist, kann sich über Anforderungen und Ablauf des Angebots informieren. Jeden Samstag werden an der Stöppelschneise eine Welpenstunde, Agility für Anfänger und Training angeboten.

Zum Inhaltsverzeichnis


Welt.jpg (136945 Byte)
vom 1.Juni 2011
zum Lesen hier anklicken

Welt3.jpg (1298015 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Tipp.jpg (6633 Byte)
vom 26.3.2011

Grausam: Keiner will den Dackelszmtag

Region Rhein-Main – Da hilft auch der treue Dackelblick nicht mehr: Die kurzbeinige deutsche Rasse droht auszusterben. 4000 Dackel weniger werden gezüchtet, als noch vor rund zehn Jahren, dass belegt die bundesweite Welpenstatistik. Von Angelika Pöppel

Tipp Dackel.jpg (46193 Byte)

© nh
Für ihren Blick sind Dackel bekannt.

Spitze Schnauze, Schlappohren und kurze Beine, dass zeichnet den deutschen Dackel aus. Der Rassehund verliert jedoch immer mehr an Beliebtheit. In der Statistik der Agila Versicherung, einer der größten Tierversicherer in Deutschland, landet der Dackel weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze, aller versicherten Hunde. Die Nachfrage scheint Jahr für Jahr zurück zu gehen. Das zeigt die Welpenstatistik 2009 des Verbandes für das deutsche Hundewesen: Wurden 1998 noch 10.479 Dackel gezüchtet, waren es 2009 nur noch 6.695.

Entwarnung gibt der Deutsche Teckelclub in Frankfurt: Die Hundeliebhaber sind wieder auf den Dackel gekommen. In den letzten eineinhalb Jahren ist „die Mitgliederzahl von 100 auf über 150 gestiegen“, sagt Otto Gugau, Vorsitzender des Teckelclubs. Der kleine Jagdhund wurde zwar in der Region weniger gezüchtet, aber das Interesse steige wieder. Besonders in Frankfurt – „der Dackel ist der ideale Stadthund“. Denn große Hunde seien in der Stadt unhandlich. Deshalb ist sich Gugau sicher: „Der Dackel stirbt definitiv nicht aus.“ Da hat der deutsche Dackel nochmal Glück gehabt: Er muss wohl nicht vor die Hunde gehen.

Zum Inhaltsverzeichnis


Aus "Frau von Heute" 37/2010
Frau von heute.jpg (1177075 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Die Deutschen und der Dackel.jpg (1372549 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


GEZ.jpg (105287 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (3904 Byte)
11.8.2010

Dackel stellen sich zur Schau

Schwanheim. Eine große Zuchtschau mit Juniorhandling zeigt der Deutsche Teckelklub 1888, Gruppe Frankfurt, am Samstag, 14. August, auf seinem Gelände an der Schwanheimer Stöppelschneise. Los geht es um 13 Uhr. Nicht nur Teckelbesitzer sind dazu eingeladen. Neben der Zuchtschau wird es wieder das beliebte Dackelrennen und andere Aktivitäten geben. Für Stärkung in Form von Essen und Getränken ist auch gesorgt. af af

Zum Inhaltsverzeichnis


Tauchender Dackel.jpg (99744 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Welt1.jpg (12650 Byte)

Welt2.jpg (1275526 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Artikel in der Boulevard Nr.03.

Boulevard.JPG (246011 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP.jpg (7629 Byte)

Mehr Dackel braucht das Land

Der Bayerische Dachshundklub schlägt Alarm: In München droht eine Dackelflaute. Daher hat der Verein eine Kampagne für die kleinen Hunde gestartet – schließlich gehöre der Dackel zu München wie Bier, Brezn und Oktoberfest. Dackel sind zwar nach wie vor sehr beliebt, aber bundesweit sind die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen. Unter leisem Gefiepe von mehr als 20 wohlerzogenen Dackeln preisen Landesobmann Klaus Eisler, Landeszuchtwart Karsten Schoeler und Kulturwissenschaftlerin Carolin Raffelsbauer ihre Vorzüge: «Dackel sind ideale Stadthunde», meint die Filmhundetrainerin Eve Schwender, deren Bodo – ein «sehr offener Dackel» – unter anderem im Münchner Tatort «A gmahde Wiesn» zu sehen war.

Der Dackel sei keineswegs schwer erziehbar, räumen Schwender und die anderen Referenten mit dem Vorurteil auf. Manchmal, wenn er trotzig wirke, sei ihm in Wirklichkeit langweilig, klärt die Hundetrainerin über die Vierbeiner-Psyche auf. «Ein eigensinniger Hund ist vielleicht einfach ein gelangweilter Hund.» Und: «Es liegt an den Besitzern. Jeder Hund lässt sich erziehen.» Landeszuchtwart Schoeler betont, der Dackel sei ein kleiner, aber auch wilder Hund, da er ursprünglich zur Jagd gezüchtet wurde – keinesfalls ein Schoßhund.

rauhaardackel.jpg (15078 Byte)  Langhaar.jpg (45661 Byte)

Für Hubert Ober, Züchter und Besitzer der preisgekrönten Zuchtdackel-Dame Rieke vom Auerhof, passt der Dackel von der Mentalität einfach zu Bayern: Er sei bodenständig, zuverlässig, raffiniert – und habe seinen eigenen Kopf. Rein geschichtlich gab es eine Zucht von Dackeln aber zuerst im Norden Deutschlands. Der Deutsche Teckelklub wurde 1888 gegründet, erst einige Jahre später folgte der Bayerische Dachshundklub. Heute gibt es neun Rassen: Kurz- , Lang- und Rauhhaardackel – und diese jeweils in drei Größen.

In einem Grußwort springt auch Prinz Wolfgang von Bayern für den Dachshund in die Bresche: Der Dackel habe bei den Wittelsbachern Tradition. Sein Vater, Prinz Rasso von Bayern, züchtet seit 55 Jahren Kurzhaartigerdackel – von ihm bekam Prinz Wolfgang auch trotz anfänglicher Skepsis seinen Kunibert. «So ein handlicher Hund ist der ideale Begleiter in der Großstadt», schwärmt er nach zwei Jahren mit dem krummbeinigen Begleiter. «Kunibert und ich sind ein richtig gutes Team. Wir haben gemeinsame Hobbys, gehen leidenschaftlich gern zusammen zum Jagen, Golfen, Skifahren und auf Reisen.»

Grund für die Offensive des Bayerischen Dachshundklubs: Lebten in München 2004 noch gut 2400 der kurzbeinigen Lieblinge, waren 2008 nur noch 2000 «hundesteuerlich gemeldet» – und das, obwohl die Gesamtzahl der Hunde nach von den Organisatoren vorgelegten Daten der Stadtkämmerei von knapp 27.000 auf 29.000 anstieg. Ähnlich der Trend bundesweit: Dort sank die Zahl der Welpen nach Angaben des Verbandes für das Deutsche Hundewesen seit 1999 von rund 9.700 auf gut 6.300 im Jahr 2008. Lichtstreif am Horizont: 2009 waren es wieder 6.600 Welpen.

Sein Beliebtheitsverlust in den vergangenen Jahren geht zugunsten anderer Rassen, die gerade in Mode sind. Die Zahl der Labradore etwa ist sprunghaft gestiegen, wie Schoeler berichtet. Auch der Mops ist schwer im Kommen. Manche Hundebesitzer wagen sich auch an ungewöhnliche Rassen, die es früher hierzulande gar nicht gab, wie den mexikanischen Nackthund. Einen Grund für den Rückgang der Dackelzahlen sieht Landesobmann Eisler aber auch im Wandel der Lebensformen. «Es ist ja viel moderner auf Mallorca oder sonst wohin zu fahren, als sich einen Hund zu Hause zu halten.»

Dackel sind nicht nur selbstbewusst, treu und gelehrig – sondern offenbar auch recht robust. Erst Mitte Januar starb der angeblich älteste Hund der Welt – der englische Dackelmischling Otto wurde fast 21 Jahre alt.

Zum Inhaltsverzeichnis


FR Sommerfest.jpg (174873 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP 8-09.jpg (219995 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FNP 31.7.09.jpg (42548 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Schule 09.gif (95998 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Welpen und Wahnsinn
journal.jpg (18898 Byte)

Presse7.jpg (329804 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Journal Frankfurt 16-17/08

       Last Exit.jpg (3773483 Byte)   

Zum Inhaltsverzeichnis


           

Frankfurter Rundschau 7.3.2007

Presse4.jpg (59282 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Hamburger Abendblatt

Presse5.jpg (58701 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


FAZ 12. August 2007

Kopie4gr.jpg (145757 Byte)

Zum Inhaltsverzeichnis


Was es nicht alles gibt
(gefunden bei Schwarzer Keiler)

bildzeitung.gif (36928 Byte)

Was der Bildzeitung eine fette Schlagzeile wert war und von vielen als Anekdote
ohne Wahrheitsgehalt nach dem Motto "Mann fiel in den Fleischwolf - Bild sprach als erster mit der Frikadelle"
abgetan wird, ist tatsächlich passiert und wurde juristisch vom OLG Saarbrücken aufgearbeitet.

Zum Inhaltsverzeichnis